Agenturtrends

Warum Pitch-Shortlists immer kürzer werden

Team diskutiert an einem Whiteboard in einem Meetingraum

In den letzten Quartalen fällt in Gesprächen mit Marketingteams immer wieder derselbe Satz: „Wir nehmen diesmal nur drei Agenturen mit.“ Die Zeiten der achtköpfigen Longlists sind in vielen Kategorien vorbei.

Was hinter dem Trend steckt

Kürzere Shortlists entlasten interne Teams und Agenturen gleichermaßen. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Auswahl vor dem RFI: Wer nicht früh auf dem Radar war, kommt kaum noch hinein. Pitch-Bewegungen verschieben sich damit in die Phase vor der formalen Ausschreibung — in informelle Gespräche, Referenzchecks und Beobachtung paralleler Reviews.

Was Redaktionen beobachten sollten

Nicht nur, wer den Pitch gewinnt, sondern wer erst gar nicht eingeladen wurde. Häufig erklären Interessenkonflikte, Kapazitätsengpässe oder frische Holding-Zuordnungen die Lücken besser als kreative Präferenzen.

Für Auftraggeber bedeutet das: Ein Pitch-Briefing lohnt früher — nicht erst, wenn die Longlist schon steht.